INDOLEROnews 06/2026 - Endlich wieder Shincha!

Guten Tag, liebe Freunde des außergewöhnlichen Tees!


Das, meine sehr verehrten teebegeisterten
Leser und -innen, nennt man wohl eine
glückliche Punktlandung.

Nachdem wir in den letzten Wochen von lauter Themen auf Trab
gehalten wurden, die von Ihrer Warte aus betrachtet, ausschließlich
hinter den Kulissen stattfinden sollten und dort auch gefälligst
zu bleiben haben, ist uns der Fokus auf unser eigentliches Metier,
nämlich die Suche nach neuen Teesorten, sommerlichen Genüssen
und so weiter ein bisserl abhandengekommen.
Und tatsächlich hat so etwas selbstverständlich Geglaubtes wie
das Aufrechterhalten eines stabilen Stromkreises weit mehr unserer
Anstrengung gebraucht, als man ihm gemeinhin zugestehen würde.

Naja, das sind halt die Freuden der Selbstständigkeit...
Aber wozu gibt’s denn schließlich Feiertage und Ehemänner mit
einem Diplom im Profipfuschen? Aber nun zum eigentlichen Thema:

Ganz ohne unser Zutun hat nämlich ein seltenes
und wunderbares Tee-Ereignis stattgefunden,
an dem wir Sie unbedingt teilhaben lassen wollen:

Die berühmte japanische Frühlingsernte
namens 'Shincha', auf die wir im letzten Jahr
schmerzlich verzichten mussten,
(suboptimalen Wetterbedingungen zur Erntezeit sowie
einem massiven Matcha-Hype war‘s gedankt…!)

ist vollendet und soeben eingeflogen worden!

Die Ankündigung hierfür kam von Seiten unseres Lieferanten
bereits im April und – ich geb’s zu – ich hab ihn zwar damals
sicherheitshalber gleich reserviert, hätte ihn aber aufgrund
der vielen To-Dos in letzter Zeit beinahe wieder vergessen.
 


Die Freude ist also dementsprechend riesig,
endlich wieder diese Aromatik erleben zu dürfen!

Shinchas im Allgemeinen
(und unserer ganz besonders!)
sind nämlich ein wahres Fest für die Sinne:
Optisch besteht er aus lauter gleichförmigen,
dunkelgrünen, perfekt gearbeiteten, nadeligen
Teeblättern, die überwältigend dicht, fruchtig, süß
und ganz leicht grasig duften.

Sein Aufguss ist dann natürlich nicht minder perfekt.
Er hat eine intensive, tiefgrüne Farbe und sobald
man ihn probiert, schmeckt man jedes Detail
seiner Aromen in überraschender Klarheit:
Die Fruchtnote wird von der Aromatik süßer, vollreifer
Trauben dominiert, eine leichte pflanzliche Frische
sowie ein sattes Umami runden ihn elegant ab
und sorgen für einen butterweichen, intensiven
und sehr langanhaltenden Abgang. 
Einfach unvergleichlich...!

Unser Makizono wurde mit dem Kultivar
Asanoka in der Provinz Kirishima, die für idealste
klimatische Bedingungen und einen äußerst
mineralstoffreichen Boden bekannt ist,
nach rein biologischen Kriterien hergestellt.
10 Tage vor der Ernte werden die Teesträucher
mittels eines feinmaschigen Netzes beschattet und
danach von Teemeister Nishi persönlich vollendet.
Ich sag's ja: Unvergleichlich.

Für den Heißaufguss empfehlen wir, 1 TL Teeblätter 
mit 0,25l max. 65 - 70 Grad heißem Wasser
aufzugießen und 2 Minuten ziehen lassen.
Eine höhere Temperatur würde den Blättern eine Bitterkeit
entlocken, die diese perfekte,
weiche Aromatik stört.

Am besten schmeckt uns allerdings der
sommerlich-kühlende Shincha-'Cold Brew': 

Hierfür gießen wir 2 TL Shincha-Blätter mit 0,25l
eiskaltem Wasser auf und fügen noch zwei Eiswürfel
hinzu. 3 - 4 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.
Das lange Warten zahlt sich wirklich aus, denn auf diese Weise
erleben wir ein intensives
Aromenkonzentrat ohne jegliche
Bitternoten.
Wow und nochmals wow! 

Leider können wir Ihnen diese Tee-Spezialität
aufgrund seiner großen Beliebtheit nur in
geringen Mengen anbieten.

Zögern Sie deshalb nicht zu lange und
reservieren sich möglichst bald eines dieser
beeindruckenden grünen Meisterwerke!

Bis demnächst,

Ihre
Barbara Neumann-Schramböck



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