INDOLEROnews 03/2026 - Frühsommerliche Teesehnsüchte

Guten Tag, liebe Freunde des außergewöhnlichen Tees!


Wie geht’s Ihnen denn so?
Uns hat ja traditionell um diese Jahreszeit
der Winterblues mehr oder weniger fest im Griff.
Aktuell kämpfen sich zwar wieder ein paar
von den ganz unerschrockenen Sonnenstrahlen
den beschwerlichen Weg durch die dichte
Wolkendecke über Wiener Neustadt,
aber für richtige Frühlingsgefühle braucht’s
auf jeden Fall noch mehr…

Ich will ja auf keinen Fall hier als notorische Nörglerin erscheinen.
Denn so ein richtiges Winterfeeling wie vor zwei Wochen
mit dichtem Schneeflocken-Treiben und anschließendem
schweißtreibenden Schneeschaufeln und Auto-Ausgraben
und allem Pipapo konnte schon auch was, nicht wahr?
Aber nix gegen die ersten wärmenden Sonnenstrahlen fürs Gemüt…


Man sollte sich dieses Gefühl in Flaschen abfüllen
können und bei Bedarf dann einfach hervorholen. 
Kann man nicht?
Warum eigentlich nicht?
Immerhin sitze ich ja nicht umsonst an der Quelle
der jahreszeitlichen Genusspalette. Wär ja gelacht…!


Also, was wären denn so die Must-haves
für einen 1A-Sommer-Sonne-Glücklichmacher-Tee?

Zunächst mal muss er leuchtend gelb-orange sein,
so wie die aufgehende, warme Morgensonne. 
Dann sollte er natürlich ausgekühlt genauso
gut schmecken wie heiß.
Fruchtig muss er eindeutig auch sein.
Allerdings, nur fruchtig alleine ist auch fad –
fruchtig also, mit ein bissl einem Extra.
Koffeinfrei wär sowieso kein Fehler!
Und isotonisch, basisch und bio
ist generell auch nie verkehrt! 

Geht das? Na schau ma mal…


Und tatsächlich! In der Schachtel, in der wir
so alljene Tee-Kostproben sammeln,
die unterm Jahr bei uns eintrudeln und die
nicht nur interessant klingen und aussehen,
sondern die dann auch noch in der Tasse +/- gut
performen und die somit im ewigen indoleroschen
Tee-Casting geduldig auf ihren Einsatz warten,
entdecken wir genau das, wonach wir gesucht haben:

Einen biologischen, grünen Rooibush-Tee, der mit
Ananas & Rosmarin abgemischt wurde.

Die erste, kritische Verkostungsrunde offenbart
eine aromatische Frucht, die mit der prägnanten
Würze des Rosmarins schön harmoniert und
dabei sehr leicht und frisch bleibt.
Nun folgt eine weitere Verkostungsrunde,
in der wir ihn absichtlich zu lange ziehen 
und hinterher noch abkühlen lassen.
Selbst derart misshandelt bleibt er gefällig,
rund, lieblich und sehr aromatisch.
Und auch die Rosmarin-Note wird
erfreulicherweise nicht dominant, sondern
bleibt unterstützend und abrundend.
Passt! 

Auch die übrigen Kriterien eines für uns
perfekten Sommer-Tees werden bravourös erfüllt.
Alleine diese Farbe…!

War das Einbildung oder ist das Licht draußen
gerade etwas intensiver geworden?
Und jetzt sehe ich auch gerade jemanden auf der Straße
mit einem Eisstanitzel vorbeigehen!
Die dazu gewählte Kombi aus Winterjacke und Haube waren wohl
den doch noch recht reschen Morgentemperaturen geschuldet…

Sommergefühle sind ja immer auch
eine Frage der passenden Einstellung!
Oh, und ich könnte schwören, da ist soeben ein Häschen
durch die Böheimgasse gehoppelt!
Das ist wohl auf der Suche nach seinen Lieblingsfrüchten!


Wir wünschen Ihnen jedenfalls
einen supersonnigen Frühlingsanfang!

Ihre
Barbara Neumann-Schramböck